Wer das Werksgelände von WEIMA Maschinenbau in Annaburg betritt, sieht zunächst, was man an einem mittelständischen Produktionsstandort erwartet: Hallen, in denen ebenso leistungsstarke wie energieeffiziente Zerkleinerungsmaschinen für die Aufbereitung und Entsorgung von Abfällen aller Art entstehen. Wer genau hinschaut, entdeckt aber auch einen Service-Container in den typischen HANSA‑FLEX Farben. Fest installiert, direkt auf dem Betriebsgelände. Ein Symbol für eine Partnerschaft, die über die Jahre immer enger gewachsen ist und für absolute Kundennähe steht.
Seit der Gründung vor über 46 Jahren schreibt WEIMA eine anhaltende Erfolgsgeschichte: Der Maschinenbauer hat sein Produktportfolio kontinuierlich ausgebaut, internationale Märkte erschlossen und das Auftragsvolumen deutlich gesteigert. Das Ergebnis: WEIMA ist heute Weltmarktführer für Zerkleinerungs- und Verdichtungsmaschinen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 320 Mitarbeitende an den deutschen Standorten Ilsfeld, Abstatt und Annaburg, sowie in Fort Mill, South Carolina, USA Jedes Jahr werden über 1.000 Maschinen an Kunden im In- und Ausland ausgeliefert. „Mit diesem Wachstum sind auch die Anforderungen an die Hydraulik gestiegen. Einerseits im Volumen, andererseits auch bei Aspekten wie Sicherheit oder Energieeffizienz. HANSA‑FLEX begleitet unser Wachstum seit vielen Jahren. Die eingespielte Zusammenarbeit reduziert den Abstimmungsaufwand, die langjährige Erfahrung fließt direkt in neue Projekte ein“, betont Oliver-Werner Sadrinna, Chief Supply Chain Officer (CSCO) und Prokurist bei WEIMA.
Eigener Service-Container
Besonders deutlich wird diese enge Zusammenarbeit am Service-Container. Hier fertigt HANSA‑FLEX Schlauchleitungen direkt vor Ort und hält dazu alle regelmäßig benötigten Komponenten ständig auf Lager. Die Idee für den Service-Container auf dem Gelände von WEIMA entstand aus einem praktischen Bedürfnis: In der Vergangenheit wurden Schlauchleitungen und Komponenten von der nahe gelegenen Niederlassung Torgau geliefert. Das kostete Zeit, die bei wachsenden Auftragszahlen immer knapper wurde. „Als WEIMA halb im Spaß, halb im Ernst die Idee einer eigenen Niederlassung aufbrachte, haben wir die Herausforderung angenommen und eine exakt auf die Anforderungen des Kunden abgestimmte Werkstatt aufgebaut, die von zwei HANSA‑FLEX Mitarbeitern betreut wird“, erinnert sich Patrick Engelmann, der als Area Sales Manager den Kunden betreut. Aus Sicht von WEIMA eine echte Win-Win-Situation: „Wir profitieren nicht nur von kürzeren Wegen und schnelleren Reaktionszeiten, was unserer Liefertermintreue zugutekommt. Wir erhalten auch eine umfassende Hydraulikunterstützung im Produktionsalltag“, ergänzt Sadrinna.
Konstruktiver Austausch
Die Zusammenarbeit beginnt indes nicht erst bei der fertigen Maschine, sondern bereits in der Konstruktionsphase. „Der enge Austausch mit HANSA‑FLEX liefert uns wertvolle Impulse und Ideen, beispielsweise für die optimale Verlegung von Schlauch- und Rohrleitungen oder bei der Ausarbeitung von Aufstellplänen“, berichtet Sadrinna. So werden Probleme früh erkannt, Konstruktionen montagefreundlicher und WEIMA profitiert von externem Hydraulik-Know-how, ohne dieses komplett selbst vorhalten zu müssen. Sadrinna schätzt dabei besonders die reibungslose Abstimmung mit den eigenen Hydraulikspezialisten sowie die regelmäßige Information über neue Produkte und Dienstleistungen: „Da unser Hydraulikpartner ein tiefes Verständnis für unsere Maschinen mitbringt, können wir uns fachlich auf Augenhöhe austauschen.“
Unverhandelbare Sicherheit
Die EU-Maschinenverordnung verpflichtet WEIMA, die Maschinensicherheit konsequent mitzudenken. Gerade in der Hydraulik bilden potenziell platzende Schlauchleitungen in Kombination mit hohen Drücken eine reale Gefahrenquelle. Druck- und Senkbremsventile, Abreißsicherungen, Knick- und Scheuerschutz oder der gezielte Wechsel von Schlauch- zu Rohrleitungen gehören daher zum festen Repertoire der Zusammenarbeit. Sicherheit spielt auch bei der Weiterentwicklung eine wichtige Rolle: „Für die Optimierung bieten sich in erster Linie die beiden Parameter Durchsatz und Energie an. Wenn wir beispielsweise die verarbeitete Rohstoffmenge pro Stunde erhöhen, steigen damit automatisch auch die Sicherheitsanforderungen an die Hydraulik, wenn sich die Zylinder schneller bewegen oder wir mit mehr Druck arbeiten“, erklärt Sadrinna.
Lager, Listen und Logistik
Damit die Produktion bei WEIMA nicht wegen fehlender Hydraulikkomponenten stillsteht, wirkt HANSA‑FLEX bei der Bestückung des Lagers sowie der Überwachung der Bestände mit. Auf Basis von Maschinendaten erstellt HANSA‑FLEX zudem maschinenspezifische Packlisten und bereitet das Material vorab auf Rollwagen vor. Keine einfache Aufgabe, denn die allermeisten Maschinen werden exakt nach Kundenvorgaben gebaut. Dennoch ermöglicht die jahrelange Zusammenarbeit eine hohe Treffsicherheit, ein Punkt, den auch Sadrinna hervorhebt: „Die Kollegen von HANSA‑FLEX kennen unsere Maschinen inzwischen genauso gut wie wir und wissen genau, welche Schlauchleitung wo benötigt wird.“
Verschlauchung vor Ort, X-CODE weltweit
HANSA‑FLEX liefert nicht nur Material, sondern übernimmt auch die Verschlauchung zwischen dem zugelieferten Hydraulikaggregat und dem von WEIMA gefertigten Maschinenkorpus. Durch die Auslagerung dieser mitunter zeitaufwendigen Aufgabe kann WEIMA seine internen Ressourcen gezielter einsetzen. Der Einsatz des X-CODEs sowie das internationale Niederlassungsnetz waren für Sadrinna ein wichtiges Auswahlkriterium: „Unser Exportanteil beträgt über 85%. Über den X-Code kann unser Kunde weltweit in eine HANSA‑FLEX Niederlassung oder zu einem autorisierten Partner gehen und bekommt genau die passende Schlauchleitung – ganz ohne Nachmessen.“
Partnerschaft auf Augenhöhe
Vom ersten Konstruktionsentwurf über die Montage bis zur digitalen Schlauch-Historie, vom lokalen Werkstattcontainer bis zur Überholung gebrauchter Maschinen: HANSA‑FLEX begleitet WEIMA heute praktisch über den gesamten Maschinenlebenszyklus. Was diese Partnerschaft besonders macht, ist die Bereitschaft, mit dem Wachstum des Kunden mitzuziehen – räumlich, technisch und menschlich. Sadrinna fasst es so zusammen: „Wenn wir etwas gemeinsam angehen, dann nicht für ein Jahr, sondern für Jahrzehnte. Genau das lebe ich, und genau das erlebe ich auch bei HANSA‑FLEX.“ Auch aus Sicht von Engelmann ist diese Partnerschaft viel mehr als eine reine Lieferantenbeziehung: „Wenn ich an den Container auf dem WEIMA-Gelände denke, sehe ich eigentlich das beste Bild für das, was wir unter Kundennähe verstehen: nicht erst dann erreichbar sein, wenn man gebraucht wird, sondern einfach schon da sein.“
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