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„Wir denken nicht in Bereichen, wir denken in Lösungen.“

Auf ein Wort mit Maximilian Armerding, Bereichsleiter Logistik und Global Trade bei HANSA-FLEX.

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Die richtige Ware zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Damit die HANSA‑FLEX Kunden Tag für Tag schnell und zuverlässig beliefert werden können, müssen weltweit Prozesse nahtlos ineinandergreifen. Im Interview erklärt Maximilian Armerding, warum gute Logistik beim Kunden beginnt, wie neue Märkte und Einkaufsgewohnheiten neue Wege erfordern und weshalb Logistik für HANSA‑FLEX ein strategischer Erfolgsfaktor ist.

Was gehört alles zum Bereich Logistik und Global Trade?

Eine zentrale Rolle spielen unsere beiden Zentralläger in Bremen und Geisenfeld. Hier bündeln wir den Großteil unserer Logistikaktivitäten, um unsere Kunden weltweit zu beliefern. Der internationalen Ausrichtung von HANSA‑FLEX tragen wir mit unserer Abteilung Global Trade Rechnung. Durch unsere weltweite Präsenz in 43 Ländern sind Im- und Export sowie Zentrallager nicht mehr voneinander zu trennen. Dazu kommen zwei Teams für Logistikprojekte sowie Logistiksoftware. 

Wer sind eigentlich die Kunden der Logistik?

Wir unterscheiden zwischen internen und externen Kunden. Interne Kunden sind unsere Produktionsstandorte, Niederlassungen und Auslandsgesellschaften, die wir mit Waren beliefern. Externe Kunden sind die Unternehmen, die weltweit auf Fluidtechnologie von HANSA‑FLEX vertrauen und auch direkt aus den Zentrallagern beliefert werden. Dabei müssen wir in der Logistik eine beachtliche Bandbreite unterschiedlichster Kundenanforderungen abdecken. Unser Ziel ist es immer, die für den Kunden richtige Lösung anzubieten.

Maximilian Armerding leitet den Unternehmensbereich Logistik und Global Trade bei HANSA‑FLEX.

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Der Bereich Logistik und Global Trade ist seit kurzem eigenständig organisiert, um den steigenden Anforderungen an Liefergeschwindigkeit, Transparenz und Effizienz in einem globalen Netzwerk mit 43 Ländern noch besser gerecht zu werden.

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Die Logistik vernetzt praktisch alle Unternehmensbereiche bei HANSA‑FLEX. Kommunikation ist für Maximilian Armerding der Schlüssel für die unternehmensweite Zusammenarbeit.

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“Wir denken nicht in Bereichen, wir denken in Lösungen” beschreibt Maximilian Armerding seine Arbeitsweise. Die Gespräche mit Mitarbeitenden aus dem gesamten Unternehmen liefern wertvolle Impulse für die Optimierung der weltweiten Logistik.

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Bei einem Unternehmen, das in 43 Ländern präsent ist und einen internationalen Wachstumskurs verfolgt, sind aktuelle Daten  und Kennzahlen unverzichtbar. Die Zusammenführung von Daten aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen und IT.-Systemen birgt für Maximilian Armerding und sein Team ein großes Potenzial.

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Wie erreichen Sie diese konsequente Kundenorientierung?

Der entscheidende Punkt ist für mich, dass wir die Logistik nicht als isolierten Bereich betrachten. Wir können bei HANSA‑FLEX nur als Team gemeinsam erfolgreich sein. Das heißt, wir arbeiten in der Logistik eng mit anderen Fachbereichen wie Einkauf, Vertrieb, Supply Chain Management und Qualitätsmanagement zusammen. Dabei geht es nicht nur um Lagerkapazitäten und Lieferantenstandards, sondern auch um eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesse aus Kundensicht. In der Logistik haben wir keinen direkten Kontakt mit unseren Endkunden. Im engen Austausch mit den anderen Fachbereichen entstehen Lösungen, die neue Kundenanforderungen bestmöglich abbilden.

Wo verändern sich heute Kundenanforderungen?

Die Anzahl der Bestellungen, die wir über unseren Online-Shop erhalten, nimmt immer mehr zu. Diese sind typischerweise sehr kleinteilig und umfassen meist wenige Artikel in geringen Stückzahlen. Wir müssen unsere Prozesse im Zentrallager darauf ausrichten, dass wir nicht nur ganze Verpackungseinheiten – also Kartons, sondern auch einzelne Artikel effizient kommissionieren können. Über optimierte Abläufe und eine konsequente Automatisierung stellen wir sicher, dass kleine Bestellmengen sowohl für uns als auch unsere Kunden wirtschaftlich bleiben. Ein weiteres Thema: vorkommissionierte Kits, die mehrere Artikel umfassen. Ein internes Beispiel ist die Serienfertigung in Bremen. Hier stellen wir die Materialversorgung der Produktionsaufträge direkt in der Produktion sicher. Nicht zuletzt verlangen auch aufstrebende Märkte im globalen Kontext einen strategischen Ausbau der Logistik.

Eine zentrale Aufgabe des Unternehmensbereichs: Die unternehmensweite Standardisierung und Digitalisierung von Prozessen. So läuft beispielsweise die Inventur an allen Standorten und Niederlassungen einheitlich ab, was für ebenso effiziente wie sichere Abläufe sorgt.

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Maximilian Armerding und sein Team arbeiten daran, unternehmensweit papierlose Prozesse in Lager und Logistik einzuführen.  

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Sämtliche Informationen stehen sofort in der Warenwirtschaft SAP und weiteren Softwarelösungen zur Verfügung und bilden die Basis datenbasierte Entscheidungen. 

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Wie sehen diese strategischen Veränderungen aus?

Zusätzlich zu unserem Tresengeschäft in den Niederlassungen fokussieren wir uns seit einiger Zeit stärker auf das Erstausrüstungs- und Seriengeschäft sowie auf neue Märkte in Südostasien. Um dieses Wachstum in der Logistik abzubilden, ist eine enge Abstimmung mit den anderen Fachbereichen unverzichtbar. Zusammen mit meinem Team entwickeln wir zukunftsfähige Logistiklösungen, die mit klaren Strukturen eine Skalierung unseres Geschäfts ermöglichen. Ein Beispiel: Wenn wir die Umschlagshäufigkeit erhöhen, können wir bei gleichem Lagerbestand mehr Waren bewegen und damit die Wirtschaftlichkeit stärken.

Womit schaffen Sie Platz für dieses Wachstum?

Wir verfolgen zwei Ansätze. Wir planen ein neues Zentrallager in Südostasien, um der wachsenden Nachfrage aus dieser Region gerecht zu werden. Wir schaffen Nähe zu unseren Kunden und erschließen in dieser Region auch neue Lieferanten, natürlich unter Beibehaltung der weltweit gültigen HANSA‑FLEX Qualitätsstandards. Gleichzeitig stärken wir damit auch unsere globalen Lieferketten. Der zweite Ansatz besteht in einer kontinuierlichen, kundenorientierten Überprüfung unserer Prozesse und an deren Ausrichtung an neue Rahmenbedingungen.

HANSA‑FLEX ist weltweit präsent. Stabile Liefer- und Logistikketten sind unverzichtbar, um die von Kunden aus allen Branchen geschätzte hohe Lieferfähigkeit und Liefergeschwindigkeit sicherzustellen. 

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Der Aufbau eines Zentrallagers in Südostasien gehört zu den zentralen Projekten für den Unternehmensbereich Logistik und Global Trade. HANSA‑FLEX fördert damit das starke Wachstum in dieser Region und erschließt lokale Lieferanten.

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Maximilian Armerding versteht sich als Teamplayer: “Wir sind stolz darauf, dass wir die Werte eines Familienunternehmens auch mit über 5.000 Mitarbeitenden Tag für Tag leben.”

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Der Unternehmensbereich betreut sowohl operative als auch strategische Projekte. Die Mitarbeitenden bringen unterschiedliche Hintergründe mit und tragen so zu einer ganzheitlichen Kundenorientierung bei.

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Wo sehen Sie konkrete Ansatzpunkte zur Prozessoptimierung?

Ein wichtiger Hebel, um die Effizienz und Transparenz in der Logistik zu stärken, ist die konsequente Nutzung logistischer Daten. Alle Entscheidungen, die wir treffen, basieren letztlich auf Daten. Unsere Aufgabe ist es, die bereits vorliegenden Informationen aus den verschiedenen Fachbereichen zusammenzuführen und wo notwendig zu ergänzen. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz kann uns helfen, in diesen enormen Datenmengen Muster zu erkennen und Ansatzpunkte für eine kundenorientierte Weiterentwicklung unserer Logistiklösungen zu identifizieren.

Die beiden Zentralläger in Bremen (im Bild) und Geisenfeld bilden den Dreh- und Angelpunkt für die Logistik bei HANSA‑FLEX.

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Die Zentralläger sind hochautomatisiert. Ein eigenes Team mit Programmierern betreut die Weiterentwicklung der Lagerverwaltungssoftware sowie die Anbindung an das Warenwirtschaftssystem SAP.

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Bei Luftfracht gelten besonders strenge Anforderungen. Die Sendungen werden in der Logistik separat behandelt.

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Welche Themen stehen bei Ihnen gerade auf der Agenda?

Zunächst haben wir bereits eine sehr gute Ausgangsbasis mit einem motivierten Team und schnellen, stabilen Prozessen. Unsere Kunden schätzen weltweit unsere hohe Lieferfähigkeit bei kurzen Lieferzeiten. Das heißt aber nicht, dass man Gutes nicht noch besser machen könnte. Ein Schwerpunkt für mich ist die Modernisierung der beiden bestehenden Zentralläger in Deutschland. Wir haben ein eigenes Team für die Entwicklung unserer Logistiksoftware und können so unsere Prozesse schnell und flexibel anpassen. Dabei geht es nicht nur um effiziente Strukturen, sondern auch um den Einsatz leichterer, energieeffizienterer Technologien. Ein weiteres Beispiel für mehr Effizienz durch Transparenz sind digitale, papierlose Abläufe im Wareneingang. Die Zentralläger sind bereits umgestellt, die Einführung von Scannern in den Niederlassungen und Produktionsbereichen eröffnet uns ein großes Potenzial, uns auch dort in der Logistik zu verbessern. Solche neuen Lösungen entwickelt unsere Abteilung Logistikprojekte, die losgelöst vom Tagesgeschäft operiert.

Was soll Logistik bei HANSA‑FLEX zukünftig leisten?

Die Logistik leistet bereits heute einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Das zeigt sich auch darin, dass HANSA‑FLEX die Logistik kürzlich zu einem eigenständigen Unternehmensbereich aufgewertet hat. Durch die Bündelung zentraler Aufgaben und die Definition von unternehmensweit einheitlichen Abläufen wollen wir die Leistungsfähigkeit in der Logistik nachhaltig stärken. Skalierbare Standardlösungen statt individueller Einzellösungen ermöglichen es uns, unsere Ressourcen besser auszunutzen und damit die Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens zu begleiten. Als Bereichsleiter beschäftige ich mich natürlich viel mit Zukunftsfragen: Welche Weichen müssen wir heute stellen, damit wir morgen optimal aufgestellt sind? Diese Fragen bewegen das ganze Unternehmen, den Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen empfinde ich dabei als sehr bereichernd. 

Auch wenn sich das Büro von Maximilian Armerding in der Unternehmenszentrale in Bremen befindet, ist er im gesamten Unternehmen zuhause. Der regelmäßige Austausch mit anderen Standorten im In- und Ausland ist fester Bestandteil seiner Arbeit.

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Die Digitalisierung der Logistik bringt besondere Anforderungen mit sich: Alle relevanten Informationen müssen auf mobilen übersichtlich dargestellt werden. HANSA‑FLEX beschäftigt dazu eigene Software-Entwickler.

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“Welche Weichen müssen wir heute stellen, damit wir morgen optimal aufgestellt sind?” Als beschäftigt sich Maximilian Armerding viel mit Zukunftsfragen. Auch hier arbeitet der Bereichsleiter eng mit anderen Abteilungen und Bereichen zusammen.

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Für Maximilian Armerding ist der persönliche Austausch unverzichtbar. Der Bereichsleiter ist viel in der Unternehmenszentrale unterwegs und hat immer ein offenes Ohr.

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Die Logistik hat selbst keinen Kundenkontakt. Im engen Austausch mit den anderen Fachbereichen entstehen Lösungen, die neue Kundenanforderungen bestmöglich abbilden.

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Gutes noch besser machen: Die konsequente, kundenorientierte Weiterentwicklung der Logistik ist für Maximilian Armerding ein Herzensanliegen. Wertvolle Anregungen bieten die zahlreichen Gespräche mit Mitarbeitenden. 

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